Texterl zum Tage


Je planmäßiger der Mensch vorgeht, um so wirkungsvoller trifft ihn der Zufall.

Friedrich Dürrenmatt

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Und Gott würfelt (vielleicht) doch

Florian Aigner untersucht in „Der Zufall, das Universum und du“ das Glücksspiel des Lebens

Glaubt von euch noch jemand an den Laplaceschen Dämon? Dass alles Geschehen in diesem Universum logisch erklärbar, deterministisch und kausal miteinander vernetzt ist? Quasi eine letztgültige mathematische Formel, mit der wir durch das nach-und-nach-Erkennen aller Unbekannten ein eindeutiges Ergebnis heraus bekämen? Etwa Gott = 42?

Florian Aigner - Der Zufall, das Universum und duDer Physiker und Wissenschaftsjournalist Florian Aigner kennt sich schon von Berufs wegen ganz gut aus mit so Sachen wie Chaostheorie, Entropie und der ’spooky‘ Quantenwelt, mit dem „Schmetterlingseffekt“, Paralleluniversen und „Schrödingers Katze“; und weil er sich gern über sein eigenes fachliches Gebiet hinauswagt und sich neugierig in den Gärten der Evolutionsbiologen, Mediziner, Philosophen  und Psychologen herumtreibt, kann er über Gerechtigkeitstheorie und abergläubische Tauben, über Regentänze, Lottospieler und die Roulette-Prognosemaschine, über die Lotterie der Gene, den Placeboeffekt, Telekinese, Orakelkraken, Magie und unsere allzumenschlichen Ängste kenntnisreich erzählen und damit seine „Wissenschaft vom Glück“ (so der Untertitel des Buchs) unterfüttern.
Halt! Wer jetzt vermutet, hier nochmal einen der abertausend unterkomplexen Glücksratgeber kredenzt zu bekommen, liegt falsch. Zwar bedient Aigner die buchhändlerisch ziemlich erfolgreiche Sparte der ‚Populärwissenschaft‘, doch bei aller humorvollen Leichtschreibe und Verständlichkeit bewegt er sich in den verschiedenen Disziplinen auf wissenschaftlich abgestecktem Terrain. Dort findet er zahlreiche Beispiele dafür, dass Zufälle die Welt und das Leben jedes Einzelnen zumindest mitregieren und keineswegs nur vorläufige Ausreden für das kontingente Geschehen hinter dem Schleier unserer Unwissenheit sind.
Denn, wie Aigner in seinem Blog zum Buch schreibt: „Chaostheorie und Quantenphysik haben den damaligen Optimismus über die Vorherberechenbarkeit der Welt deutlich gebremst. Heute verstehen wir viel besser, was sich berechnen lässt, und was für uns Menschen selbst bei allergrößter Sorgfalt und Messgenauigkeit bloß Zufall bleiben muss. Doch noch interessanter als die Frage, ob der Zufall in den Grundgesetzen der Natur fest verankert sein kann, ist die Frage, was der Zufall für uns bedeutet. Ist die Evolution zufällig? Ist es Zufall, dass unser Planet intelligente Wesen hervorgebracht hat? Wie kommt es, dass wir Menschen so oft Zusammenhänge vermuten, wo in Wirklichkeit bloß der Zufall regiert? In welchen Situationen gehen wir mit dem Zufall falsch um und worauf sollten wir achten, um solche Fehler zu vermeiden?“

Und so führt er die Leser durch sein Panoptikum der Zufallsereignisse in dreizehn thematisch geordneten Kapiteln, deren Betitelung schon ganz gut eine Zusammenfassung des Buchinhalts ergibt: Da zeigt er zunächst in „Der Zufall ist nicht unserer Stärke“ das evolutionär angepasste menschliche Gehirn als Sinn- und Muster-Suchmaschine, rekurriert in „Die Welt als Uhrwerk“ auf die Gültigkeit der Naturgesetze, zeigt die Grenzen der Berechenbarkeit der Welt in „Der Schmetterling kann nichts dafür“, betrachtet Zeit und Entropie in „Am Ende gewinnt die Unordnung“, bestaunt die Welt der kleinsten Teilchen in „Quanten, die wie Hühnchen schmecken“ und landet nach einigen weiteren Kapiteln schließlich bei „Erfolg ist Glückssache“ und „Der Zufall ist unser Freund“, wo er über das unerhörte Glück unserer Existenz, die ausbalancierten Naturgesetze und das anthropische Prinzip philosophiert: „Ohne Zufall gäbe es uns nicht, und ohne uns gäbe es keinen Zufall.“

Quasi nebenbei erledigt Aigner mit wissenschaftlichen Argumenten allerlei esoterischen Unsinn, die „Psi“-Gläubigkeit, die Homöopathie, den Kreationismus und so Sachen. Sehr löblich ist auch, dass er am Ende ein umfangreiches Literaturverzeichnis zu den einzelnen Kapiteln/ Fachgebieten angibt. Nicht nur als Quellennachweis, sondern auch zur weiteren Vertiefung der jeweiligen Thematik bei fachlich interessierten Leser*innen.

Ob es nun aber einen Gott gibt und ob der – im Gegensatz zu Einsteins Meinung – sich vielleicht beim Würfelspiel mit dem Spaghettimonster in der letzten Spelunke des Universums vergnügt, kann der Wissenschaftler Florian Aigner natürlich nicht beantworten. Aber weil sein Buch für alle Welt-Neugierigen (ab ca. 14 Jahren geeignet) ein anregendes intellektuelles Abenteuer und gleichzeitig niveauvolle Unterhaltung bietet, habe ich es gern in meine kleine Leihbibliothek für meine (meist jugendlichen) Coachees aufgenommen und werd es kreisen lassen…

Florian Aigner. Der Zufall, das Universum und du
Brandstätter Verlag ( 2017), 192 Seiten
ISBN-13: 978-3710600746

(wf)

 

Die Lösung des Revolver-Rätsels

…und die Gewinner*innen der 3 Jahresabos des PhiloMags HOHE LUFT

Mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung tun sich nicht nur manche Schüler im Mathe-Unterricht schwer, auch im real life verlassen sich viele Menschen lieber auf ihr Bauchgefühl, wenn sie Prognosen über möglicherweise eintretende Ereignisse abgeben sollen (was manche auch gern und häufig tun). Oft kann man die so entstehenden Irrtümer und falschen Risikoabschätzungen als Bagatelldelikte der Unvernunft auf Bewährung entlassen, zumal ja schon Karl Valentin erkannt hatte: „Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“ Doch leider kommt es immer wieder vor, dass sich manche Politiker, Journalisten, Pharmakonzerne und Versicherungsvertreter diesen Hang zu gefühlten Wahrscheinlichkeiten zu Nutze machen, um etwa überzogene Terrorängste, klickträchtige Schlagzeilen, fragwürdige Medikamente und überflüssige Policen an die Leut zu verhökern.

 

hohe luft

Auch bei unserem diesjährigen Neujahrsrätsel war genaues Hingucken gefragt. Im Setting zielte R.D. Precht mit einem sechsschüssigen Revolver, von dem allerdings nur zwei nebeneinander liegende Kammern geladen waren, auf Dr. Zorn, nachdem er vorher bereits einen Leerschuss an die Decke abgegeben hatte.
Die Frage war nun, wann Dr. Zorns Chancen größer sind mit dem Leben davonzukommen: Gleich nochmal abdrücken oder die Trommel vorher erneut rotieren lassen?

Die Lösung: Wenn Precht gleich nochmal abdrückt, sind Dr. Zorns Chancen besser.

Denn wenn die Trommel erneut rotiert, liegen die Chancen auf einen tödlichen Schuss danach wieder bei 2:6, also 33%. Wenn dagegen gleich wieder abgedrückt wird, ist die Ausgangssituation anders. Denn auf den bereits abgegebenen Leerschuss können nun noch drei, zwei oder eine leere Kammer folgen, aber höchstens eine geladene (da diese ja nebeneinander liegen). Somit ist die Chance auf eine Patrone nur 1:4, also 25% und damit geringer als im Rotationsfall.

Diesmal erreichte uns wieder eine dreistellige Zahl an Antworten, allerdings war nur gut die Hälfte davon richtig. Hatte für uns immerhin den Vorteil einiger Papierersparnis, da falsche Antworten gar nicht erst zur Verlosung ausgedruckt werden ;-) – das Packerl im Loskorb war auch so noch fett genug. Und daraus zog unsere unbestechliche Losfee wieder die drei Gewinner*innen, die sich diesmal jeweils über ein Jahresabo der HOHEN LUFT freuen können, alsda:

Roland Berktold (Altenstadt), Carla Fydrich (Freiburg) und Josef Golderer (Köln).

Hoffe, allen Miträtslern hat’s wieder etwas Spaß gemacht und wer sich selber mal eine kleine, hierher passende Rätselstory ausdenken und mir zusenden mag, der erhält im Falle einer Veröffentlichung ebenfalls ein kleines Dankeschön und wird natürlich als Gastautor_in ‚verewigt‘. Das nächste Logik-Preisrätsel gibts dann wie üblich zu Beginn der Sommerferien…

wf

Winterabend

 

schneeflocken tänzeln

herab vom mond und hinauf

die wege sind still

 

: von fern bellt ein hund –

die eule im ast plustert

wohlig die federn

 

wf

Neujahrs-Logikrätsel 2017: Russisch Roulette beim Philo-Talk

Diesmal könnt ihr 3 Jahresabos des Philosophiemagazins HOHE LUFT gewinnen

Viele von euch haben wohl schon einmal die Duo-Talkrunde „Precht“ von und mit dem namensgebenden Publizisten Richard David Precht gesehen, welche als Ablösung für das Das Philosophische Quartett gedacht war. Dabei sollten sich deren Themen an aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft orientieren oder nach anwendbaren Erkenntnissen zu grundlegenden Fragen des menschlichen Handelns suchen. So weit, so gut gemeint. Doch schon nach der ersten Folge der Fernsehsendung hagelte es Kritik, Die Zeit etwa sah darin einen „performativen Selbstwiderspruch“, denn an „keinem Punkt“ würde nachgedacht, an keinem Punkt „gezweifelt oder sich Zeit gelassen, nicht einmal wirklich gefragt oder auch nur einmal nachgefragt“. Das Sendekonzept habe „so gut wie nichts mehr mit Philosophie zu tun“.
Seit gut vier Jahren werden diese Precht-Personality-Shows etwa vierteljährlich im ZDF gezeigt, allerdings nur die, bei denen der jeweilige Gast die Meinungsäußerungen von R.D. Precht nicht wesentlich stört. Dutzende andere mit etwas widerspenstigeren Gesprächspartnern wurden zwar aufgezeichnet, verschwanden dann aber still und heimlich im Giftschrank der Redaktion. Nun aber ist es unserem smart investigator für postfaktische Stories gelungen, sich Zugang zu diesem Archiv zu verschaffen und er hat Erstaunliches herausgeschmuggelt.

R.D. Precht und Dr. Zorn – after the game

Einmal hatte Precht nämlich den Philosophen Daniel-Pascal Zorn eingeladen, auch bekannt als Logik-Kolumnist des Philomagazins HOHE LUFT,  um sich auch von ihm seine Denker-Qualitäten bestätigen zu lassen. Damit hatte Precht aber leider keine für ihn selbst günstige Wahl getroffen, denn wie einige von Euch wahrscheinlich schon gehört haben, kann Dr. Zorn ein recht ungemütlicher Spielverderber sein, wenn zu viel Sophisterei und argumentative Fehlschlüsse durch den Diskursraum fliegen. Und nur Staffage sein auf einem der zwei Stühle für eine Meinung ist seine Sache schon gar nicht.

Leider können wir hier aus Platzgründen nicht das ganze Gespräch dokumentieren (was für unseren Rätselzweck auch unerheblich wäre), nur soviel sei verraten: Während Precht über seine TV-taugliche Weltverbesserungstheorie aus Sozialismus light, Öko-Fundamentalismen, Tierethik und Bildungsrevolution schwadronierte, hakte Dr. Zorn immer wieder ein. Er wies Precht auf den einen oder anderen assoziativen Fehlschluss hin, rieb ihm ein sinnloses Feuern auf Pappkameraden unter die Nase. Precht wurde zusehends nervöser.
Als ihm dann auch noch ein veritabler Confirmation Bias unterlief und Dr. Zorn ihn spöttisch fragte, ob er eventuell am Dunning-Kruger-Syndrom leide, beugte Precht sich mit seinem bedrohlich grimmigen Blick vor und zischte: „Mit Ihnen kann ich ja überhaupt nicht diskutieren, wie es mir gefällt, das hat jetzt ein Ende!“ Und hastdunichtgesehn zog er aus einem Halfter unter dem Tisch einen schweren Revolver hervor und fuchtelte vor Dr. Zorns überraschter Miene damit herum.
Das wäre so weit noch nicht soo ungewöhnlich, denn seit Jean-Paul Sartre gewarnt hatte „Wenn zwei Philosophen zusammentreffen, ist es am vernünftigsten, wenn sie zueinander bloß ‚Guten Morgen‘ sagen“, haben die meisten Philosophen eine Waffe bei sich, nur mal so für den Fall, dass ein anderer sich mehr als Höflichkeiten zu sagen traut. Zwar war auch Dr. Zorn bewaffnet, allerdings hatte er nur Occams Rasiermesser in der Hosentasche, und mit dem kannste nun wirklich nix ausrichten gegen ne richtige Wumme.
Ungewöhnlich war aber, was nun folgte. Precht klappte die Trommel aus dem Revolver, nestelte zwei Patronen aus seiner Westentasche und lud damit zwei nebeneinanderliegende Kammern der sechsschüssigen Trommel, vier blieben leer. Dann ließ er die Trommel rotieren, zielte an die Studiodecke und drückte ab. Klick! – diese Kammer war leer gewesen.  Dann richtete Precht das Ding wieder auf Dr. Zorn und sagte: „Bei meiner Philosophenehre: ein Schuss auf Sie muss jetzt sein, Herr Zorn. Aber da Sie so ein großer Logiker zu sein scheinen, lass ich Ihnen die Wahl: Soll ich gleich nochmal abdrücken oder vorher die Trommel wieder rotieren lassen?“

Die Frage: Wann sind Dr. Zorns Chancen größer mit dem Leben davonzukommen? Gleich nochmal abdrücken oder die Trommel erneut rotieren lassen oder ist es egal?

(Zu eurer Beruhigung können wir versichern, dass R.D. Precht, nachdem er die mit stochastischer Logik begründete richtige Antwort von Dr. Zorn gehört hatte, entnervt den Revolver aufs Tischerl legte, etwas konsterniert in die Kamera guckte, dann aufstand und mit wehendem Haar das Studio verließ. Allerdings ist unklar, ob sich Dr. Zorn wirklich in Lebensgefahr befunden hatte, denn bei Precht dürfen wir annehmen, dass er nur Platzpatronen im Lauf hatte.)


hohe luft

Wer meint, die richtige Lösung ausgetüftelt zu haben, kann sie uns wieder per email zusenden (bitte nicht hier in den Kommentaren posten!) – unter allen richtigen Einsendungen werden diesmal drei Jahresabos des Philosophiemagazins HOHE LUFT verlost, die uns deren Redaktion freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Deshalb bitte auf der Lösungs-Mail eure postalische Adresse angeben für eine mögliche Zustellung, falls unsere Losfee euch aus dem Zettelpackerl zieht.
Einsendeschluss ist der 31. Januar 2017.

wf

Buchtipps unserer LeserInnen: Existenzialismus und isländischer Humor

Schön, dass schon ein paar LeserInnen auf unsere kleine Anfrage nach „Buchempfehlungen für unter’n Baum“ reagiert und uns ein paar Zeilen zu ihren Favoriten zugeschickt haben. Die ersten beiden Tipps kommen von SzuSza Nagy und Björn Eriksson (den ihr ja schon als Gastautor kennt). Gern könnt ihr uns in den nächsten beiden Wochen […]

Eure Buchempfehlungen für unter’n Baum

Habt ihr dieses Jahr das eine oder andere gute Buch gelesen, das ihr gern weiterempfehlen möchtet? Auch oder gerade wer’s mit dem Weihnachts-Konsumismus nicht so hat, sucht ja vielleicht was Geistreiches für unter’n Baum seiner Freunde und Lieben und lässt sich bei der Auswahl eventuell von interessanten Buchtipps inspirieren. Also ran an die […]

Mit Nietzsche gegen die Bücherflut

Friedrich Nietzsche

„Man sollte einen Schriftsteller als einen Missetäter ansehen, der nur in den seltensten Fällen Freisprechung oder Begnadigung verdient: das wäre ein Mittel gegen das Überhandnehmen der Bücher.“ So ein Drakonisches Gesetz gegen Schriftsteller schwebte Friedrich Nietzsche vor angesichts der seinerzeit stark ansteigenden Bücherflut, obwohl die damalige Buchproduktion nur bei ungefähr 15% der heutigen (Un)Menge lag. […]

Wem tut der Literaturnobelpreis für Bob Dylan gut?

Bob Dylan 1984

Der Mann reagiert scheinbar gar nicht auf die wohl höchste Auszeichnung (zumindest in Sachen Preisgeld), die einem Lyriker zuteil werden kann. Keine Antwort auf Emails und Telefonate von der Jury, und deshalb titelte die SZ heut morgen besorgt: „Bob Dylan, bitte melde dich!“ Mitgekriegt wird der Songwriter seine Belobigung wohl haben, denn ich […]

Wie Popper den richtigen Lichtschalter fand

Auflösung und Gewinner_innen unseres Sommerferien-Preisrätsels 2016

Anfangs war’s etwas zäh, aber gegen Ende trudelte dann doch noch ein Schwung richtiger Lösungen zum diesjährigen Sommerferienrätsel ein; vielleicht haben ja manche ihre Synapsenfunktionen erst da wieder auf die Anforderungen des neuen Schuljahres justiert. Jedenfalls konnte unsere Losfee aus dem 26er-Packerl wieder drei Gewinner_innen ziehen, zunächst aber mal […]

Sommerpreisrätsel 2016: Als Wittgenstein Karl Popper in den Keller schickte

Hohe Intelligenz schützt den Menschen nicht unbedingt davor, gelegentlich skurriles Verhalten an den Tag zu legen und die beiden Hauptdarsteller unseres diesjährigen Sommerferienrätsels galten sogar, jeder auf seine Weise, als einigermaßen schwierige, strapaziöse Zeitgenossen hinsichtlich ihrer sozialen Interaktionen. Zur Lösung des Rätsels braucht Ihr diesmal keine mathematischen Fähigkeiten (wir haben […]

50 Jahre Jazz Festival Montreux

Gerade ging das 50. Jazz Festival von Montreux zu Ende und eine Viertelmillion Besucher konnte wieder gut zwei Wochen lang eine Weltstar-Parade aus Jazz, Blues, Rock, Pop und Latin erleben, mit den Höhepunkten eines gemeinsamen Auftritts von Herbie Hancock, John Scofield, Brad Mehldau und John McLaughlin sowie einer exquisiten Brazil Night. Dabei stand […]

Philosophisches zur Fußball-EM

gunter gebauer

In kaum einem anderen Land genießt der Fußball in Intellektuellenkreisen so hohes Ansehen wie in Frankreich, spätestens seit der philosophierende Amateur-Fußballer Albert Camus bekannte: „Was ich am sichersten über Moral und menschliche Verpflichtungen weiß, verdanke ich dem Sport.“ Und sein langjähriger Freundfeind Jean-Paul Sartre, der Fußball nach der Eintrübung seines Verhältnisses zu Camus […]