Texterl zum Tage


Ich behaupte, daß Philosophie notwendigerweise auf Beobachtung und innerer Erfahrung beruht.

Paul Valèry

Wem’s hier gefällt…




internes Archiv

20172016201520142013201220112010200920082007

2017

2016

2015

2014

2013

2012

2011

2010

2009

2008

2007

Plugin by Oliver Schlöbe

Winterabend

 

schneeflocken tänzeln

herab vom mond und hinauf

die wege sind still

 

: von fern bellt ein hund –

die eule im ast plustert

wohlig die federn

 

wf

Neujahrs-Logikrätsel 2017: Russisch Roulette beim Philo-Talk

Diesmal könnt ihr 3 Jahresabos des Philosophiemagazins HOHE LUFT gewinnen

Viele von euch haben wohl schon einmal die Duo-Talkrunde „Precht“ von und mit dem namensgebenden Publizisten Richard David Precht gesehen, welche als Ablösung für das Das Philosophische Quartett gedacht war. Dabei sollten sich deren Themen an aktuellen Entwicklungen in der Gesellschaft orientieren oder nach anwendbaren Erkenntnissen zu grundlegenden Fragen des menschlichen Handelns suchen. So weit, so gut gemeint. Doch schon nach der ersten Folge der Fernsehsendung hagelte es Kritik, Die Zeit etwa sah darin einen „performativen Selbstwiderspruch“, denn an „keinem Punkt“ würde nachgedacht, an keinem Punkt „gezweifelt oder sich Zeit gelassen, nicht einmal wirklich gefragt oder auch nur einmal nachgefragt“. Das Sendekonzept habe „so gut wie nichts mehr mit Philosophie zu tun“.
Seit gut vier Jahren werden diese Precht-Personality-Shows etwa vierteljährlich im ZDF gezeigt, allerdings nur die, bei denen der jeweilige Gast die Meinungsäußerungen von R.D. Precht nicht wesentlich stört. Dutzende andere mit etwas widerspenstigeren Gesprächspartnern wurden zwar aufgezeichnet, verschwanden dann aber still und heimlich im Giftschrank der Redaktion. Nun aber ist es unserem smart investigator für postfaktische Stories gelungen, sich Zugang zu diesem Archiv zu verschaffen und er hat Erstaunliches herausgeschmuggelt.

R.D. Precht und Dr. Zorn – after the game

Einmal hatte Precht nämlich den Philosophen Daniel-Pascal Zorn eingeladen, auch bekannt als Logik-Kolumnist des Philomagazins HOHE LUFT,  um sich auch von ihm seine Denker-Qualitäten bestätigen zu lassen. Damit hatte Precht aber leider keine für ihn selbst günstige Wahl getroffen, denn wie einige von Euch wahrscheinlich schon gehört haben, kann Dr. Zorn ein recht ungemütlicher Spielverderber sein, wenn zu viel Sophisterei und argumentative Fehlschlüsse durch den Diskursraum fliegen. Und nur Staffage sein auf einem der zwei Stühle für eine Meinung ist seine Sache schon gar nicht.

Leider können wir hier aus Platzgründen nicht das ganze Gespräch dokumentieren (was für unseren Rätselzweck auch unerheblich wäre), nur soviel sei verraten: Während Precht über seine TV-taugliche Weltverbesserungstheorie aus Sozialismus light, Öko-Fundamentalismen, Tierethik und Bildungsrevolution schwadronierte, hakte Dr. Zorn immer wieder ein. Er wies Precht auf den einen oder anderen assoziativen Fehlschluss hin, rieb ihm ein sinnloses Feuern auf Pappkameraden unter die Nase. Precht wurde zusehends nervöser.
Als ihm dann auch noch ein veritabler Confirmation Bias unterlief und Dr. Zorn ihn spöttisch fragte, ob er eventuell am Dunning-Kruger-Syndrom leide, beugte Precht sich mit seinem bedrohlich grimmigen Blick vor und zischte: „Mit Ihnen kann ich ja überhaupt nicht diskutieren, wie es mir gefällt, das hat jetzt ein Ende!“ Und hastdunichtgesehn zog er aus einem Halfter unter dem Tisch einen schweren Revolver hervor und fuchtelte vor Dr. Zorns überraschter Miene damit herum.
Das wäre so weit noch nicht soo ungewöhnlich, denn seit Jean-Paul Sartre gewarnt hatte „Wenn zwei Philosophen zusammentreffen, ist es am vernünftigsten, wenn sie zueinander bloß ‚Guten Morgen‘ sagen“, haben die meisten Philosophen eine Waffe bei sich, nur mal so für den Fall, dass ein anderer sich mehr als Höflichkeiten zu sagen traut. Zwar war auch Dr. Zorn bewaffnet, allerdings hatte er nur Occams Rasiermesser in der Hosentasche, und mit dem kannste nun wirklich nix ausrichten gegen ne richtige Wumme.
Ungewöhnlich war aber, was nun folgte. Precht klappte die Trommel aus dem Revolver, nestelte zwei Patronen aus seiner Westentasche und lud damit zwei nebeneinanderliegende Kammern der sechsschüssigen Trommel, vier blieben leer. Dann ließ er die Trommel rotieren, zielte an die Studiodecke und drückte ab. Klick! – diese Kammer war leer gewesen.  Dann richtete Precht das Ding wieder auf Dr. Zorn und sagte: „Bei meiner Philosophenehre: ein Schuss auf Sie muss jetzt sein, Herr Zorn. Aber da Sie so ein großer Logiker zu sein scheinen, lass ich Ihnen die Wahl: Soll ich gleich nochmal abdrücken oder vorher die Trommel wieder rotieren lassen?“

Die Frage: Wann sind Dr. Zorns Chancen größer mit dem Leben davonzukommen? Gleich nochmal abdrücken oder die Trommel erneut rotieren lassen oder ist es egal?

(Zu eurer Beruhigung können wir versichern, dass R.D. Precht, nachdem er die mit stochastischer Logik begründete richtige Antwort von Dr. Zorn gehört hatte, entnervt den Revolver aufs Tischerl legte, etwas konsterniert in die Kamera guckte, dann aufstand und mit wehendem Haar das Studio verließ. Allerdings ist unklar, ob sich Dr. Zorn wirklich in Lebensgefahr befunden hatte, denn bei Precht dürfen wir annehmen, dass er nur Platzpatronen im Lauf hatte.)


hohe luft

Wer meint, die richtige Lösung ausgetüftelt zu haben, kann sie uns wieder per email zusenden (bitte nicht hier in den Kommentaren posten!) – unter allen richtigen Einsendungen werden diesmal drei Jahresabos des Philosophiemagazins HOHE LUFT verlost, die uns deren Redaktion freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. Deshalb bitte auf der Lösungs-Mail eure postalische Adresse angeben für eine mögliche Zustellung, falls unsere Losfee euch aus dem Zettelpackerl zieht.
Einsendeschluss ist der 31. Januar 2017.

wf

Buchtipps unserer LeserInnen: Existenzialismus und isländischer Humor

Schön, dass schon ein paar LeserInnen auf unsere kleine Anfrage nach „Buchempfehlungen für unter’n Baum“ reagiert und uns ein paar Zeilen zu ihren Favoriten zugeschickt haben.
Die ersten beiden Tipps kommen von SzuSza Nagy und Björn Eriksson (den ihr ja schon als Gastautor kennt). Gern könnt ihr uns in den nächsten beiden Wochen noch weitere Empfehlungen als Kurzrezis durchtickern, vielleicht hilft das ja manchen unserer LeserInnen bei ihrer Lektüresuche. Und eure ‚Entlohnung‘ für die Schreibarbeit habt ihr dann auch noch rechtzeitig unter’m Baum ;-)

wf

Das Café der Existenzialisten: Freiheit, Sein und Aprikosencocktails – von Sarah Bakewell

– eine Buchempfehlung von SzuSza Nagy

Lange, bevor ich mich für ein einfaches Leben in den Wäldern entschieden habe, hockte auch ich gern ziemlich ambitioniert mit meinen KommilitonInnen in den Cafés rund um die Budapester Uni und diskutierte mit ihnen das politische Tagesgeschehen, die Verwerfungen der sozialistischen Gesellschaft und die Möglichkeiten uns zu engagieren. Das war Ende der Achtziger, als die Bücher von Sartre und der Beauvoir auch bei uns schon leichter zu bekommen waren und ihre Lichtstrahlen durch den langsam bröckelnden Eisernen Vorhang warfen. Aber wir suchten im französischen Existenzialismus nicht nach Gerechtigkeitsprinzipien für die Verbesserung einer kommunistisch geprägten Gesellschaftsordnung, sondern Inspiration für eine freiheitliche und humane „Lebensphilosophie“, wie ich persönlich sie in der westlichen Frauenemanzipation schon auf gutem Weg sah. Simone de Beauvoirs „Das andere Geschlecht“ hatte ich fast immer in der Tasche, auch bei meiner Übersiedlung nach Bayern im Sommer 1990, und sogar nach meiner allmählichen Desillusionierung lag es immer wieder auf dem Tisch, und zwar meistens – wie zufällig – bei Männerbesuch.

bakewell
Damals wusste ich allerdings nicht viel über die Lebensumstände und Zusammenhänge der existenzialistischen Szene. Das hat sich erst jetzt, nach gut einem Vierteljahrhundert, durch das Buch der britischen Autorin Sarah Bakewell geändert. Im „Café der Existenzialisten“ erzählt sie die große Geschichte des Existenzialismus als Sammlung vieler kleiner Begegnungs-Geschichten der Protagonisten jener Zeit. Wie wichtig Kierkegaard als Urheber der Existenzphilosophie, der Phänomenologe Husserl und der damals schon umstrittene Heidegger für die Franzosen waren, welch zentrale Rolle Maurice Merleau-Ponty in diesem Kreis spielte, wie Camus sich mit Sartre überwarf. Viele, auch einflussreiche, Nebenfiguren tauchen in Bakewells Café auf, die Pariser Atmosphäre ist vom Jazz und der ’schwarzen Kleiderordnung‘ geprägt; geistreiche Gespräche und Pikanterien, Theorie und existenzialistische Lebenspraxis wechseln einander ab. Alles ganz locker, verständlich und teilweise spannend geschrieben, so dass ich das Buch fast am Stück verschlungen hab.
Besonders angetan war ich von Bakewells Sichtweise auf die Beauvoir, deren geistige und ‚existenzialistische‘ Entwicklung sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht. Ihr Streben nach intellektueller Selbstständigkeit, nach ihrem weiblichen „Sinn vom Sein“ (auch in der Erotik), ihr schriftstellerisches Arbeitsethos und ihr gesellschaftliches Engagement verstehe ich jetzt besser und würde mir das, zumindest teilweise, als Vorbild für die heutige Generation junger Frauen und als Bedenk-mal für alle Männer wünschen. Für alte Schachteln wie mich bleibt ja nur noch der gute Ratschlag ;-)

Aber wer mich in nächster Zeit mal in meiner bescheidenen Hütte besucht, darf damit rechnen, dass er oder sie nach dem obligatorischen existenzialistischen Holzhacken auch wieder mal etwas existenzialistische Emanzentheorie auf die Ohren kriegt.

Das Café der Existenzialisten: Freiheit, Sein und Aprikosencocktails
von Sarah Bakewell
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten, EUR 24,95
Verlag: C.H.Beck; 3. Auflage (November 2016)
ISBN-13: 978-3406697647


Isländische Könige – Roman von Einar Már Gudmundsson

– eine Buchempfehlung von Björn Eriksson

Einar Már Guðmundsson erzählt in „Isländische Könige“ die Geschichte des isländischen Knudsen-Clans aus dem Fischerdorf Tangavík.
Womit Irritationen bereits vorprogrammiert, denn zum Einen gab es zu keiner Zeit einen isländischen Monarchen, und zum Anderen gibt es auch keinen Ort namens Tangavík auf Ísland. Wer das Fischerdorf Tangavík auf Google-Maps sucht, wird also nicht fündig. Tangavík ist ein geistiger Ort.

Einar Már GudmundssonZudem ist der Name Knudsen kein isländischer Name, denn zum Einen entspricht er nicht den Sitten des Landes, und zum Anderen verfügen Isländer nicht über feststehende Familiennamen, die eine Generation überdauern, da diese mit dem Tod des Trägers sterben. Nehme einer an, dass der Familienname Knudsen auf Ísland unwirklich sei, wird er von Einar Már Guðmundsson eines Besseren belehrt:
Unter den Knudsens waren Denker und Anführer, Taugenichtse und Unruhestifter. Dorftrottel und Sonderlinge verirrten sich in ihren Reihen, und manche von ihnen brachten es bis in den Stadtrat, wenn nicht ins Parlament. Die Knudsens wurden Minister, Botschafter und Kapitäne, sie waren Fischer, Lehrer, Piloten und Kellner, Verbrecher und Anwälte, manchmal sogar alles in einer Person.“

Einar Már Guðmundsson gelingt in dieser Erzählung nicht nur meisterhaft, die Neugier von Zeile zu Zeile aufrecht zu erhalten, die dann auch von Kaskaden an Neuigkeiten befriedigt wird, sondern auch noch, die Begriffe Mystik und Realität neu zu ordnen:
Leute, die früher an Elfen und Geister geglaubt haben, glauben heute an Konjunkturprognosen und Inflationsbarometer. Heute kann man in Island die Fische im Meer verpfänden und einen Kredit dafür bekommen. So wird unsere Wirtschaft zu einer mystischen Welt, in der Zauber und Hexerei am Werk sind, vielleicht sogar magischer Realismus.

Doch wo der Humor nach und nach verschwindet, wird die Welt immer lächerlicher.“

Ein Buch, geeignet für solche, die sich noch daran erinnern, was Humor sein kann: der Punkt, in welchem sich der Widerspruch von Gelassenheit und dessen Gegensatz umarmen.

Isländische Könige – Roman von Einar Már Gudmundsson
btb Verlag, Oktober 2016
Gebundene Ausgabe, EUR 19,99
Sprache: Deutsch, 352 Seiten
ISBN-13: 978-3442757022
Originaltitel: Íslenskir kóngar

Eure Buchempfehlungen für unter’n Baum

Habt ihr dieses Jahr das eine oder andere gute Buch gelesen, das ihr gern weiterempfehlen möchtet? Auch oder gerade wer’s mit dem Weihnachts-Konsumismus nicht so hat, sucht ja vielleicht was Geistreiches für unter’n Baum seiner Freunde und Lieben und lässt sich bei der Auswahl eventuell von interessanten Buchtipps inspirieren. Also ran an die Tastatur, ne Kurz-Rezi verfassen und dabei – wenn möglich – nicht nur ein ‚postfaktisches‘ Like antackern, sondern auch a bisserl was zum Inhalt, Form & Stil, zu Buchautor*in und zu den Gründen für euer Wohlgefallen mitteilen (was natürlich Kritik an Details nicht ausschließt).

Willkommen sind (bisher noch unveröffentlichte) Buchempfehlungen aus allen Genres, aber im Sinne dieses Blogs bevorzugt zu Philosophie, Psychologie, Kognitions-, Kultur- und Sozialwissenschaften oder auch guter Lyrik. Nicht willkommen sind Klappen- oder Gefälligkeitstexte von irgendwelchen Verlagsmitarbeitern zur Eigenproduktwerbung.

Schickt eure Kurz-Rezis bitte per e-mail an die Redaktion, ihr erhaltet umgehend Rückmeldung und (bei Bedarf) Korrekturvorschläge. Zur ‚Belohnung‘ werdet ihr bei Veröffentlichung in unser Gastautorenensemble aufgenommen, erhaltet auf Wunsch einen Link auf euer eigenes Projekt und könnt euch ne Musik-CD aus unsrem Musikverlagsantiquariat aussuchen, quasi als eure Eigenbescherung für unter’n Baum ;-)

wf

Mit Nietzsche gegen die Bücherflut

Friedrich Nietzsche

„Man sollte einen Schriftsteller als einen Missetäter ansehen, der nur in den seltensten Fällen Freisprechung oder Begnadigung verdient: das wäre ein Mittel gegen das Überhandnehmen der Bücher.“ So ein Drakonisches Gesetz gegen Schriftsteller schwebte Friedrich Nietzsche vor angesichts der seinerzeit stark ansteigenden Bücherflut, obwohl die damalige Buchproduktion nur bei ungefähr 15% der heutigen (Un)Menge lag. […]

Wem tut der Literaturnobelpreis für Bob Dylan gut?

Bob Dylan 1984

Der Mann reagiert scheinbar gar nicht auf die wohl höchste Auszeichnung (zumindest in Sachen Preisgeld), die einem Lyriker zuteil werden kann. Keine Antwort auf Emails und Telefonate von der Jury, und deshalb titelte die SZ heut morgen besorgt: „Bob Dylan, bitte melde dich!“ Mitgekriegt wird der Songwriter seine Belobigung wohl haben, denn ich […]

Wie Popper den richtigen Lichtschalter fand

Auflösung und Gewinner_innen unseres Sommerferien-Preisrätsels 2016

Anfangs war’s etwas zäh, aber gegen Ende trudelte dann doch noch ein Schwung richtiger Lösungen zum diesjährigen Sommerferienrätsel ein; vielleicht haben ja manche ihre Synapsenfunktionen erst da wieder auf die Anforderungen des neuen Schuljahres justiert. Jedenfalls konnte unsere Losfee aus dem 26er-Packerl wieder drei Gewinner_innen ziehen, zunächst aber mal […]

Sommerpreisrätsel 2016: Als Wittgenstein Karl Popper in den Keller schickte

Hohe Intelligenz schützt den Menschen nicht unbedingt davor, gelegentlich skurriles Verhalten an den Tag zu legen und die beiden Hauptdarsteller unseres diesjährigen Sommerferienrätsels galten sogar, jeder auf seine Weise, als einigermaßen schwierige, strapaziöse Zeitgenossen hinsichtlich ihrer sozialen Interaktionen. Zur Lösung des Rätsels braucht Ihr diesmal keine mathematischen Fähigkeiten (wir haben […]

50 Jahre Jazz Festival Montreux

Gerade ging das 50. Jazz Festival von Montreux zu Ende und eine Viertelmillion Besucher konnte wieder gut zwei Wochen lang eine Weltstar-Parade aus Jazz, Blues, Rock, Pop und Latin erleben, mit den Höhepunkten eines gemeinsamen Auftritts von Herbie Hancock, John Scofield, Brad Mehldau und John McLaughlin sowie einer exquisiten Brazil Night. Dabei stand […]

Philosophisches zur Fußball-EM

gunter gebauer

In kaum einem anderen Land genießt der Fußball in Intellektuellenkreisen so hohes Ansehen wie in Frankreich, spätestens seit der philosophierende Amateur-Fußballer Albert Camus bekannte: „Was ich am sichersten über Moral und menschliche Verpflichtungen weiß, verdanke ich dem Sport.“ Und sein langjähriger Freundfeind Jean-Paul Sartre, der Fußball nach der Eintrübung seines Verhältnisses zu Camus […]

Bedingungsloses Grundeinkommen und das Radfahrerprinzip

Wenn demnächst per Volksabstimmung in der Schweiz über die mögliche Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens entschieden wird, geht das nicht nur die Schweizer was an. Sollte diese alte Idee die Chance auf einen landesweiten Praxistest bekommen, wird mindestens die halbe Welt genau hingucken, was dann passiert, denn „egal, ob man das Grundeinkommen begrüßt oder […]

Peter Lustig erklärte den Kindern die Welt

Peter Lustig

Alles Philosophieren beginnt mit Beobachten und Fragen, und wenn Kinder damit anfangen, stehen ihre Fragen natürlich im Zusammenhang mit ihrer erfahrbaren Umwelt, mit dem wunderlichen Geschehen in der Natur, im Garten, am Himmel, in ihren Körpern, den Geheimnissen der Technik. Kinder sind Empiriker und Sensualisten, und dabei schon früh zu kritischem Hinterfragen aufgelegt […]