Dodo für Bischof Mixa – eine Stilkritik

Gelegentlich weise ich hier auf den “Dodo des Monats” hin, der von den deutschen “Brights” regelmäßig an Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verliehen wird, die sich mit restriktiven und geistig flügellahmen, also dem Aussterben nahen Redens- und Verhaltensweisen gegen die Entwicklung einer offenen Gesellschaft und eines reflektierten evolutionären Humanismus aufmandeln bzw. aufweiberln.

Dodo des MonatsBin diesmal auch mit der Wahl des Augsburger “Hasspredigers” Mixa zum Preisträger einverstanden und sympathisiere mit dem Ziel der Brights, einer naturalistisch aufgeklärten Weltsicht im öffentlichen Raum mehr Geltung zu verschaffen – grad deshalb finde ich es etwas schade, wenn die Dodo-Verleihung durch den Bashing-Tonfall mancher Laudatio abgewertet wird. Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob ich in einem Blogbeitrag vor tausenden, natürlich auch skeptischen Lesern geistreich und überzeugend für meine Sache eintreten möchte oder mich an einem Stammtisch der ohnehin Gleichgesinnten des dort herrschenden restringierten Code bediene, um im beifälligen Nicken jener den eigenen kommunitaristischen Claim zu befestigen und darüber hinaus – Niemand zu erreichen, schon gar nicht den “katholischen Pöbel” (sic!).

Polemik kann, in intellektuell vertikaler Spannung geschwungen wie etwa bei Lichtenberg, Nietzsche, Hohl, Droste … , ein wunderbar scharfes Schwert sein, wird aber schnell stumpf wenn allzu plump.

Laudatio zum “Dodo des Monats April 2009”

wf

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