Karma vergessen

Im heutigen Wissens-Glossar der “Süddeutschen Zeitung” zum ‘Theravada-Buddhismus’ wurde beim Versuch, das buddhistische Endziel ‘Nirvana’ zu erklären, das elementar wichtige Wirkungsprinzip des ‘Karma’ nicht einmal erwähnt. Diese endlos vernetzte Weiterwirkung geistig-kreativer Prozesse aus der bedingten Existenz (Anatman) über den Tod hinaus ist eine Grundlage der Nirvana-Vorstellung.

geschichte buddhismus‘Nirvana’ kann nach Gautama nicht nur durch ‘Verwehen’ in der ‘Soheit’ erreicht werden, sondern auch durch Beschreiten des Bodhicitta-Weges (‘Edler Achtfacher Pfad’) zur höchsten Stufe eines achtsamen Bewusstseins (= Erwachen).

Ich empfehle jedem mit dem Thema befassten Journalisten (und natürlich allen an der buddhistischen Philosophie Interessierten) das umfassende Grundlagenwerk “Geschichte der buddhistischen Philosophie” des Philosophen und Buddhismusforschers Volker Zotz. Ein wenig Vorwissen ist dazu zwar nicht Voraussetzung, aber empfehlenswert, um sich in der Vielfalt der Denk- und Glaubenstraditionen und der damit verbundenen Vorstellungen und den Begrifflichkeiten aus Sanskrit und Pali besser orientieren zu können.

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wf

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