Schlagwort: Jazz

Just for Funk

“Mr. Funky Trombone” Fred Wesley trifft Sly Johnson zur Session bei One Shot Not Wer’s noch nicht gehört hat, wie man mit einer “funky” Trombone, also einer schmutzig intonierten und nach der “schweren Eins” off-beat gespielten Posaune die Leute zum Grooven bringen kann, darf jetzt mal seinem inneren Zappelphilipp freien Lauf lassen – nicht mal…

Die Weltmusik des Trommel-Zauberers Trilok Gurtu

Mmh, wieder mal ne gute Gelegenheit, einen weiteren Großen der zeitgenössischen Musikszene hier vorzustellen: der indische Komponist, Percussionist, Drummer und Scat-Vocalist Trilok Gurtu gastierte am 11.12.2010 mit seiner neuen Formation im Münchner Prinzregententheater. Wenn einer jahrzehntelang durch die mannigfaltigen Stile vieler unterschiedlicher Musikkulturen gewandert ist, hängt man ihm im Feuilleton gern das Papperl “Weltmusiker” an; stimmt…

Pat Metheny’s vorweihnachtlicher Night Groove

Gerade rauscht der “Night Groove”, bei dem kommerzielle Veranstalter mit einem Häuflein aus der dritten Liga gecasteter Unterhaltungsbands durch die Lande ziehen und den Herdentrieb des Kneipen-Wandervolks für ihre kassenklingelnden Zwecke wohl zu nutzen wissen, auch durch unser eher beschauliches Städtchen, in dem heut passenderweise auch gleich die Weihnachtsbeleuchtung angeknipst wurde. Nun sollte man ja…

Jazz isn’t dead, but how does it smell?

Von einem Versuch, mit Retro und Erotik den Mainstream-Jazz zu reanimieren Ganz schön gewagt, in Zeiten des allgemeinen Niedergangs der Musikindustrie und der Geschmacks-Zerfrickelung eines zunehmend genre-ungebundenen Auditoriums ein “Non-Profit Jazz Label With a Mission” aufzumachen. Der Chef des neuen kalifornischen Labels Resonance Records (gegründet 2008), George Klabin, ist allerdings ein alter Hase in Sachen…

Classic goes Clubbing in der ARTE Lounge

Vom Allerfeinsten: die Sitar-Virtuosin Anoushka Shankar Dass ARTE jeden öffentlich-rechtlichen Cent aus den deutschen und französischen TV-Gebühren wert ist, hab ich ja schon erwähnt, als ich hier die Musik- & Kulturmagazine “One Shot Not“, “Metropolis” und “Cut Up” vorstellte. Noch nicht ganz so bekannt ist das monatliche Late-Night-Format „ARTE Lounge“, das heute einjährigen Sendegeburtstag feiert.…

Zeitlos schön: Astor Piazzollas Tango Nuevo

Die Tango-Puristen nannten ihn einen Verrückten mit “seltsamen Ideen und sinnlosen Modernismen” und es gab Jahre, in denen konnte sich Astor Piazzolla (1921–1992) in Buenos Aires nicht auf die Straße trauen. Sogar Morddrohungen, auch gegen seine Familie, gab es von orthodoxen Tango-Musikern und -Aficionados immer wieder, weil Piazzolla in deren Augen ein Hochverräter an der…

Jazz gegen politische Migräne

Natürlich gibt es auch im Jazz gewisse Mauscheleien und Manipulationen der Kulturindustrie, gutes Aussehen schadet den Plattenverkäufen der Protagonisten in diesem Genre ebenfalls nicht und der ehemals rebellische Impetus und die Innovationsfreudigkeit etwa des “Bebop”,  “Cool”, “Free” oder “Bossa Nuova” sind längst von den hochathletischen Übungssystemen der Spitzenkönner absorbiert. Dennoch liegt im Jazz immer noch…

Des Girl from Ipanema lacht mi o

Weil sich der Sommer und die Madln bei uns aa grad recht lasziv-lächelnd-lässig brasilianisch gerieren und des Synapsen-Gschwerl sich derozweng wieder woanders rumtreibt als der guade Vorsatz,  lass ma heid grad amoi den Kollegen Jim Greeninger aufspuin: “Girl from Ipanema” , so a impressionistisch angehauchte Bossa Nova von Antônio Carlos Jobim wf CD Jim Greeninger…

Musikalische Feinkost zur Prime Time

Also, weil grad “Wetten, dass..?” aus der Münchener Olympiahalle in der Glotze läuft: Das gäb wohl ein schönes Gejammer und Wegzappen am deutschen Familienlagerfeuer, wenn in einer deutschen Spiel-  oder Late-Night-Show zur besten Sendezeit statt der üblichen Pausenclowns des Dödel-Pop oder Mainstream-Rock mal richtig moderne, frische und sinnliche Musik präsentiert würde. Wer glaubt, dass auch…

Mal wieder was auf die Ohren

Wäre ich Twitterer, würde ich all meinen Followern zwar kurz durchtickern, dass ich heut Abend auf das Konzert einer meiner Lieblingsbands gehe, als Blogger aber kann ich noch fett Senf nebst Live-Video dazuservieren und vielleicht noch dem Einen oder der Anderen Lust drauf machen, heut Abend ins “Village” (Habach, ca. 50 km südlich von München) …

Der Jazz als Wille und Vorstellung

“Ich improvisiere, also bin ich.” Hätte Gert Scobel als Motto für seine letzten “Musikalischen Gespräche” mit einigen Spitzenkönnern der deutschen Jazzszene wählen können, wenngleich der philosophische Anspruch dieser 3sat-Sendung sich im Wesentlichen auf die allegorische Deutung der Improvisation als Sinnbild für das permanente selbstorganisatorische Werden des Lebens beschränkte. Dabei hätte sich der Brückenschlag zu Fragen…

Kontrapunktierte philosophische Melodie-Dialektik und zirkuläre bitonale Harmonik im Jazz

Sommernachmittag, leicht angetrunken Sommernachmittag, leicht angetrunken by Dirty Fingers Johannes Enders – Saxophon Achim “Wotan” Juhl – Bass Werner Friebel – Gitarre, © Sommernachmittag, leicht angetrunken Der Nachmittag wiegt sich lasziv lässig lächelnd an mir vorüber / flimmert nonchalant den Brudergruß, zieht sich ein paar Wölkchen durchs Hirn … träumt … vielleicht von women on…