Heimat
Hier ein hübsches Schlusswort zu den endlosen Heimat-Diskussionen in diversen Night-Talk-Sendungen: „Heimat ist da wo der Hut hängt.“ (nach dem Temptations-Song „My Papa was a Rolling Stone“) wf
Hier ein hübsches Schlusswort zu den endlosen Heimat-Diskussionen in diversen Night-Talk-Sendungen: „Heimat ist da wo der Hut hängt.“ (nach dem Temptations-Song „My Papa was a Rolling Stone“) wf
Ne, trotz des verdächtigen Titels kommt dieses philosophische ‚Survival-Kit‘ nicht aus der Ratgeberecke der unterkomplexen Weltanschauungen leicht konsumierbarer Sinnerklärer, sondern ist ein geistreicher und gelungener Versuch, jedem philosophisch interessierten ‚Einsteiger‘, vor Allem Jugendlichen, Freude an der Selbstreflexion und erweitertem Denken zu vermitteln. Dazu unternimmt der Autor Luc Ferry, vielfach preisgekrönt und französischer Erziehungsminister von 2002-04, eine Exkursion durch die Ideen- und Wirkungsgeschichte der (europäischen) Philosophie von der Antike bis zur Gegenwart, wobei er neben die historischen Rahmenbedingungen die Frage nach dem konkreten Nutzen der jeweiligen Weltanschauungen in den Mittelpunkt stellt.… Weiterlesen »Leben lernen: eine philosophische Gebrauchsanweisung
Manche Worte, die länger in einem rumliegen, können mit der Zeit ein ganz schönes Gewicht bekommen. Grad die vermeintlich kleinen Teile, auf die man ja immer wieder beisst, wenn die Seele kein ausreichend anderes Futter hat. Manchmal entpuppen sich Worte, die man eigentlich schon versenkt geglaubt hatte, als giftige Nachtmahre, die keine Ruhe geben, manchmal als Streichler, die Illusionen von Nähe und Offenheit längst vergangener Tage wieder wachrufen. Doch das ist das Gefährliche an dem „beiläufigen“ Liegenlassen von Worten: Du, Sprecher, Schreiber, weißt nicht, was du damit bei anderen anrichtest…… Weiterlesen »das gewicht der worte
An der geistigen Gesundheit der Esoterik-Tante Nina Hagen darf ja schon länger gezweifelt werden. Kürzlich sorgte sie in der Maischberger-Sendung zum Thema Ufos für einen peinlichen Eklat, den das „Alien-Wesen“ Joachim Bublath mit der einzig vernünftigen Reaktion, nämlich dem Verlassen der Sendung quittierte. Hagens absurdes Geschwafel wurde im deutschen „Brights-Blog“ fälschlicherweise als ‚gekonnte Gegenaufklärung‘ bezeichnet – falsch deshalb, weil auch ‚Gegenaufklärung‘ ein Mindestmaß an bewusstem Denken voraussetzt. Für richtig halte ich es allerdings, dass die Ausfälle der abgedrehten Ex-Punkerin mit dem „Dodo des Monats“ geehrt wurden, wobei man allerdings die… Weiterlesen »Vom Punk zur Peinlichkeit
Zum letzten Blogeintrag über das ‚freundliche Universum‘ scheint mir ein hermeneutischer Hinweis nötig, da er neben der möglichen ironischen Lesart einen durchaus ernst gemeinten Gedanken zur Ontologie des Bewusstseins enthält. Nicht zufällig habe ich hinter dem Super-Novae-Foto mit der „Susy-Theorie“ einen der vielen naturwissenschaftlichen Ansätze zur Welterklärung, zu einer ToE („Theorie of Everything“) gelinkt. Der dahinterstehene, allgemein zum heutigen ‚Maß aller Dinge‘ erklärte genealogische Reduktionismus, dem sich auch viele zeitgenössiche Philosophen unterwerfen (man denke nur an die absurde Zersplitterung der philosophischen Fakultäten in fachwissenschaftliche Spezialgebiete), führt m.E. zu einer Art… Weiterlesen »transzendentes bewusstsein
Wie kann man dem Universum Bewusstsein absprechen, da doch wir als dessen bio-physikalische, quantenmechanische ‚Kinder‘ ein ebensolches entwickelt haben, das uns sogar in die Lage versetzt, ein derart anmaßendes Urteil zu fällen? Nein nein, das Universum ist seinem Leben, also auch uns, ganz ohne Gott und Pathos per se und a priori freundlich gesonnen. wf
Demokratie könnte eine sinnvolle Gesellschaftsform sein, wenn Alle über etwa gleiche geistige Ressourcen verfügten. wf
Weil grad die richtige Lesezeit losgeht und man ja nie genug guten Stoff auf’m Nachtkastl haben kann, möcht ich euch heute einen außergewöhnlichen, trotz Petrarca-Preis einer breiten Leserschaft kaum bekannten, dafür von Kennern schon fast als ‚Klassiker‘ geschätzten Schweizer Autor vorstellen. Ludwig Hohl gehört nach wie vor zu meinen Favoriten, wenn ich ’n Kick im Schreib- oder Lese- oder Unruhe-Kopf suche. Sein Hauptwerk „Die Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung“ liegt bei mir immer im Nachtkästchen – für den Fall kopfmäßiger Leere bei gleichzeitiger Lust auf’n Schuß Boshaftigkeit… Hohl hat… Weiterlesen »Ludwig Hohls Notizen oder Von der unvoreiligen Versöhnung
Es ist immer verführerisch und gefährlich zugleich, Gedankengebäude in seinem eigenen Hirn aufzustellen, von denen man glaubt, sie seien Erdbeben-sicher. wf
Jedenfalls wurde es bei der letzten Wahl der deutschen ‚Brights‘ mit 70% der abgegebenen Stimmen zum „Dodo des Monats Oktober“ erkoren. Und zwar für mangelndes Rückgrat im Fall von Joachim Bublath nach dessen Wissenschaftssendung unter dem Titel „Die modernen Wunderheiler“, als es aufgrund von pappnasigen Zuschauermails gegen den seriös-aufklärerischen Inhalt der gut recherchierten Sendung die zugehörigen Hintergrundinfos im Internet einfach löschte – unter dem Zensurdruck der Quotenmasse eingeknickt. Mehr zu diesem beschämenden öffentlich-rechtlichen Kniefall vor der Tumbheit könnt ihr wieder hier in der ‚Laudatio‘ nachlesen… wf
Manch Einem kreisen die Fliegen schon ums Maul, bevor er’s aufmacht. wf
Zu den angenehmen Seiten einer längeren Bahnfahrt gehört ihr meditativer, nachdenklich stimmender, die umtriebige Alltagswelt an-sich-vorbei-ziehen lassender Charakter, der die innere Achtsamkeit des Reisenden wie von selbst auf philosophische Reflexionen lenkt. Kürzlich hatte ich dabei die Möglichkeit, während der physikalischen auch auf eine solche geistige Reise zu gehen und in ein neu erschienenes Philosophie-Hörbuch des ‚auditorium maximum‘-Verlags zu Immanuel Kants Moralphilosophie zu lauschen. Schon nach wenigen Hör-Minuten wird klar, dass diese Doppel-CD mehr ist als ein rezitatives Sammelsurium Kant’scher Werke und stattdessen in einer durchdachten redaktionellen Aufbereitung die Genealogie und… Weiterlesen »Philosophie-Hörbücher