Schlagwort: Michael Zoch

Kleiner Kragenplatzer hinsichtlich der Akademisierung der Poesie

Ein verärgerter Essay über die selbstgefälligen und sich-selbst-bedienenden ‘Elitefraktionen’ in der deutschen Lyriklandschaft – von Michael Zoch In der zeitgenössichen deutschen Lyrik sind zwei Hauptströmungen auszumachen, die sich, gelinde augedrückt, unvereinbar gegenüberstehen. Auf der einen Seite Social Beat im weiteren Sinne in der Nachfolge und Tradition von Bukowski, weitestgehend Epigonentum, von einigen wenigen löblichen Ausnahmen…

Herbstlese – Kurzrezensionen Teil II (Lyrik)

Nun also nach den fünf Prosa-Kurzrezis “Sommerlektüre” ein paar Takte zu sechs ausgewählten Lyrikbänden, die miteinander verbindet, dass sie sich mit gesellschaftlichen Stimmungen und individuellen ‘Geworfenheiten’ um die Jahrtausendwende beschäftigen. Da man gute Lyrik ja immer wieder und wieder lesen kann, um all ihre ‘verdichteten’ Feinheiten und Facetten zu entdecken, dürfte das schon mal den…

Buchmessen-Nachlese

“Beim Besuch einer Buchmesse ergriff mich eine sonderbare Beklemmung”, schrieb Adorno 1963. “Als ich suchte zu verstehen, was sie mir anmelden wollte, ward ich dessen inne, dass die Bücher nicht mehr aussehen wie Bücher.” Wenn also schon die Bücher von 1963 nicht mehr wie Bücher aussahen, weil sie “anfangen,  dramatisch Reklame für sich selbst zu…