Texterl zum Tage


Politik ist die Kunst, die Leute daran zu hindern, sich um das zu kümmern, was sie angeht.

Paul Valéry

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Vernetztes Wissen bei Scobel

„Ich begreife Fernsehen als ein Medium der Bildung, das auch dazu da ist, Erkenntnis zu vermitteln und Orientierung in einer zunehmend komplexeren Welt zu bieten.“
Gert Scobel kann man diesen pädagogischen Anspruch durchaus abnehmen, da er sich in seiner eigenen Sendung (jeden Donnerstag, 21.00h auf 3sat) ernsthaft und meist gelungen um dessen Erfüllung bemüht.
Einige seiner Folgen zu jeweils einem bestimmten Thema aus Wissenschaft oder Kultur wurden ja hier schon kommentiert/ kritisiert/ gelobt und besonders auf die Möglichkeit zum Nach-Schauen der einzelnen Beiträge in der 3sat-Mediathek hingewiesen.

Das böte sich auch als Einführungs- und Diskussionsgrundlage zu bestimmten Themen im Schulunterricht an – in der aktuellen Diskussion um eine bessere und vor allem vernetztere Wissensvermittlung  ließen sich Mediathek-Folgen als Unterrichtsmaterial nicht nur auflockernd, sondern auch didaktisch gewinnbringend einsetzen. Zumal die meisten Beiträge fachübergreifendes Hintergrundwissen vermitteln und so den „Stoff“  in Sinnzusammenhängen und damit besser verstehbar aufbereiten.
Zur praktischen Umsetzung in den Schulen benötigt man natürlich einen Medienraum mit Beamer und ein DVD-/ PC-Archiv mit den gesammelten Sendevideos. Praktischerweise bestehen ja die ‚Scobels‘ aus meist nur wenige Minuten langen, einzeln zeigbaren Info-, Gesprächs- und Interviewteilen, so dass deren Einbindung auch in einer ‚regulären‘ Schulstunde möglich ist.

Die gestrige Sendung zum Beispiel könnten der Deutsch-, Biologie-, Philosophie- und Kunstlehrer  als Gemeinschaftsprojekt aufbereiten.
Es ging um Sprache und Kommunikation: Sprachentwicklung, Semantik, Linguistik, Sprachphilosophie, Neurobiologie, nonverbaler Ausdruck in Architektur, Tanz, Theater und Pantomime, die Sprache und Rhetorik als Manipulationsmedium, kommunizierte Gesellschaftskritik – die Zusammenhänge sind so sinnstiftend, dass auch Spezielles wie etwa Wittgensteins ‚Linguistic Turn‘ oder neuronale Grammatik-Grundlagen wie das ‚Wernicke-Areal‘ in ihrer vernetzten Bedeutung erfassbar werden (vielleicht auch erstmals für manchen Pädagogen).

Derartige fachübergreifende Wissensvermittlung setzt natürlich etwas gemeinschaftliche Vorbereitung der beteiligten Lehrkräfte voraus – aber bei der idealistischen Berufsauffassung unserer Pädagogen sollte es daran nicht scheitern…

3sat/ Scobel zu „Sprache und Kommunikation“ vom 13.11.08

wf

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