Texterl zum Tage


Politik ist die Kunst, die Leute daran zu hindern, sich um das zu kümmern, was sie angeht.

Paul Valéry

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So was von Funk und Neues vom „Old Man“

Grad ist das diesjährige Jazzfest Berlin zu Ende gegangen, zum letzten Mal unter der künstlerischen Gesamtleitung von Nils Landgren, dem über die vielen Jahre mit viel Mut zum Risiko eine konzeptionell-stilistische Erweiterung gelungen ist, so dass Festivalbesucher Christian Broecking in der „SZ“ leicht überrascht feststellt: ”Jazz ist heute so offen, dass er sich mit jedem musikalischen Thema auseinandersetzen kann.

Na gut, das ist ja schon länger so, der „Jazz als Wille und Vorstellung“ hat in mäandernden Bahnen inzwischen frische Zuflüsse aus allen Musikkulturen der Welt aufgenommen, so dass den Neotraditionalisten die Spucke in der Posaune wegbleibt – außer bei den jungen Brass-Bands, von denen in Berlin viele freche Töne zu hören waren, etwa von den Brüdern des „Hypnotic Brass Ensemble„, die sich der Bürgerrechtsbewegung verbundenen fühlen und ihren erdigen Funk auch als durchaus politischen Ausdruck der Selbstbestimmung verstanden wissen wollen, frei nach dem Motto „Ich tröte, also bin ich (z.B. gegen den Krieg)“:

Aus einer ganz anderen musikalischen und weltanschaulichen Ecke kommt die Soul- und Gospelsängerin Lizz Wright,  die ihre Unabhängigkeit und Selbstbestimmung eher im meditativen, informationsreduzierten Landleben findet. Also kein Zufall, dass sie auch bei ihrem Berliner Auftritt den von ihr neu arrangierten Hippie-Klassiker „Old Man“ von dem geistesverwandten kanadischen Farmer Neil Young zum Besten gab. Aber landlebig verstaubt oder rückwärtsgewandt klingt da nun wirklich nix…

So, nach diesem Doppelpack an Sound brauch ich dazu heut wohl nicht mehr dazu schreiben, mit den vielen Links im Text solltet ihr doch ne Zeitlang ausgelastet sein ;-)

wf

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