Texterl zum Tage


Politik ist die Kunst, die Leute daran zu hindern, sich um das zu kümmern, was sie angeht.

Paul Valéry

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Jugend-Literaturwettbewerb der Piraten

Während andere Parteien zu Werbezwecken Kugelschreiber oder Energiesparlampen verteilen, hat sich der hessiche Ableger der Piratenpartei kurz vor der Wahl noch schnell was Anspruchsvolleres und Originelleres einfallen lassen.

Gerade rückten sie mit einer Ausschreibung zu einem Literaturwettbewerb für Jugendliche mit dem Thema „Freiheitsgedanken“  heraus, wozu hessische Nachwuchsautoren zwischen 15 und 26 Jahren ab sofort (bis 30. Oktober) ihre Texte einsenden können. Die von einer Jury ausgewählten besten Beiträge sollen noch dieses Jahr als ‚echtes‘ Buch im Culex-Verlag erscheinen und im regulären Buchhandel erhältlich sein (wozu’s in Zeiten von BoD allerdings nicht viel Aufwand braucht).
Und weil die Piraten nicht nur in der digitalen, sondern auch in der analogen Welt neue Lizenzmodelle erproben wollen, werden alle Texte unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht.

Na gut, etwas Vertrauensvorschuss hinsichtlich Idealismus und Glaubwürdigkeit kann man bei solchen Projekten auch schon mal aus der Skeptikerdistanz gewähren, aber wir werden zu gegebener Zeit auch nachhaken, ob denn bei dem Projekt über einen Vote-Catcher hinaus was Brauchbares rausgekommen ist.

Ausschreibung zum Literaturwettbewerb „Freiheitsgedanken“


Update 25.9.: Zum „einzig echten Mitmachwahlkampf“ der Piratenpartei  gibts auch einen Kommentar bei Carta

wf

2 comments to Jugend-Literaturwettbewerb der Piraten

  • viele jugendliche liefen zur wahlzeit in der innenstadt mit Piraten-Partei-plakaten herum. Ich hab den Sinn erst verstanden, als mich einer der vielen umherlaufenden angesprochen hat und mir das erklärt hat.
    Generell finde ich die Idee des Wettbewerbs sehr gut. :)

  • wf

    aber klar ist jede Anregung zur kreativen, reflektierenden Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle in der Gesellschaft und den Themen Freiheit, Gerechtigkeit, Individualität etc. gerade für Jugendliche wertvoll und kann zu „Bewusstseinserweiterung“ und politischem/ sozialen Engagement führen (was ja angeblich bei der ‚heutigen Jugend‘ zu wenig ausgeprägt sei). Es ist auch in Ordnung, wenn Parteien so etwas fördern, solang keine ideologischen Vorgaben die ‚Freiheit der Kunst‘ manipulieren.

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