Neujahrsrätsel 2020: Philosophinnen

Diesmal gibts drei Exemplare des Sonderhefts “Philosophinnen – Eine andere Geschichte des Denkens” zu gewinnen

Wieviele Philosophinnen fielen euch spontan ein, wenn ihr nach dem weiblichen Anteil in der Geistesgeschichte gefragt würdet? Noch immer sind bei den Professuren an den Akademien und Fakultäten der Philosophie die Männer deutlich in der Überzahl, die wiederum hauptsächlich die Ideen anderer “großer Männer” zum Lehrinhalt machen; in den Kanon der ‘relevanten’ Denker sind nur wenige Frauen aufgenommen worden. Aber es gab sie seit Anbeginn der Philosophiegeschichte, auch wenn sie schon zu Lebzeiten in einer patriarchalisch strukturierten Lebensrealität oft marginalisiert wurden und in späterer Überlieferung manchmal nur noch als anekdotische Randfiguren aufscheinen.

Das Nachdenken über Naturphilosophie, Ethik, Metaphysik, Politik und ja, auch über die gesellschaftliche Rolle der Frau (!), war schon in der Antike nicht nur Männersache – denn der Geist, er hat kein Geschlecht, und der Geist mag sich auch nicht zügeln lassen. So schreibt die Pythagoräerin Theano von Kroton (ca 550 v.u.Z.): “Besser ein Pferd zu sein, das durchbrennt, als eine Frau, die nicht nachdenkt.” Seither zieht sich auch ein emanzipatorischer Impetus als roter Faden durch die Geschichte des weiblichen Philosophierens, über Proto-Feministinnen wie Olympe de Gouges, Mary Wollstonecraft und Harriet Taylor Mill bis zu Simone de Beauvoir, Donna Haraway, Judth Butler oder Martha Nussbaum, die in der Gegenwart zunehmend öffentliche Wirkung entfalten und mehr und mehr Aufmerksamkeit für das “weibliche Denken” nicht nur einfordern, sondern ihre Themen auch gut vernehmbar im gesellschaftlichen Diskurs positionieren. Und langsam, ganz langsam, ziehen auch die Akademien nach…

PhilosophinnenNun hat sich das “Philosophie Magazin” auf eine Spurensuche in der Geschichte der “Frauen-Philosophie” gemacht und das Gefundene in dem Sonderheft “Philosophinnen – Eine andere Geschichte des Denkens” zusammengestellt. Entlang eines Zeitpfeils wird diese Geschichte chronologisch nachgezeichnet, wobei alle aufgespürten Protagonistinnen der jeweiligen Zeitabschnitte von Antike, Mittelalter, Renaissance, Barock, Moderne und Gegenwart kurz portraitiert werden. Hauptbestandteil des 146-seitigen Hefts sind die jeweils zweiseitigen Minibiographien der wirkmächtigsten Philosophinnen (nebst kurzen Werkauszügen und Bebilderung),  dazu einige Interviews und Essays. Als Einführung in die Thematik schön übersichtlich, die Denk-Übergänge und Zusammenhänge verständlich aufbereitet und ziemlich sicher auch mit einigem Neuen für Jene, die sich in der weiblichen Geistesgeschichte schon einigermaßen auszukennen glauben.

Na, Lust bekommen auf das Heft? Dann beantwortet einfach die folgende Doppelfrage unseres Neujahrsrätsels, denn die Redaktion des “Philosophie Magazins” hat uns drei Verlosungs-Exemplare zur Verfügung gestellt, die ihr bei richtiger Antwort und etwas Losglück gewinnen könnt.

Die Gewinn-Doppelfrage:

a) Wie hieß die Astronomin und Philosophin, die Anfang des 5. Jahrhunderts von einem christlichen Mob in Alexandria gesteinigt, zerstückelt und verbrannt wurde?

b) Von welcher bekannten Schauspielerin wird diese Philosophin in dem Spielfim Agora – Die Säulen des Himmels von Alejandro Amenábar dargestellt?

Wer also eins der “Philosophinnen”-Sonderhefte gewinnen möchte, kann uns die Lösung der Doppelfrage wieder per email zusenden (bitte nicht hier in den Kommentaren posten!). Unter allen richtigen fischt unsere Losfee wieder drei Gewinner*innen raus – bitte nicht vergessen, auf eurer Lösungs-Mail auch eure postalische Adresse für eine mögliche Gewinnzusendung anzugeben.
(Allen Datenschutz-Besorgten sei hier wieder versichert, dass die eingegangenen Mails 2 Wochen nach Rätselauflösung gelöscht werden und keine Weitergabe der personenbezogenen Daten an Dritte stattfindet; bei der Rätselauflösung werden lediglich die Namen der drei Gewinner*innen hier veröffentlicht.)

Einsendeschluss ist  der 26. Januar 2020, Gewinnverlosung und Auflösung am Tag danach.

wf