Monat: März 2009

Was bleibt vom New Journalism?

Egon Erwin Kisch

In den frühen Sechziger Jahren begründete der New York Times -Journalist Gay Talese mit seinen literarischen Reportagen in den USA den anfänglich als unjournalistisch geltenden Stil des  New Journalism  und brachte damit einen Stein ins Rollen. Vor Allem seine im Esquire erschienenen Portraits von Joe DiMaggio, Dean Martin und Frank Sinatra entfachten eine ‘Kulturrevolution des…

Musikalische Feinkost zur Prime Time

Also, weil grad “Wetten, dass..?” aus der Münchener Olympiahalle in der Glotze läuft: Das gäb wohl ein schönes Gejammer und Wegzappen am deutschen Familienlagerfeuer, wenn in einer deutschen Spiel-  oder Late-Night-Show zur besten Sendezeit statt der üblichen Pausenclowns des Dödel-Pop oder Mainstream-Rock mal richtig moderne, frische und sinnliche Musik präsentiert würde. Wer glaubt, dass auch…

Mal wieder was auf die Ohren

Wäre ich Twitterer, würde ich all meinen Followern zwar kurz durchtickern, dass ich heut Abend auf das Konzert einer meiner Lieblingsbands gehe, als Blogger aber kann ich noch fett Senf nebst Live-Video dazuservieren und vielleicht noch dem Einen oder der Anderen Lust drauf machen, heut Abend ins “Village” (Habach, ca. 50 km südlich von München) …

Abrüstung der Ballernarren

Joachim Käppner brachte es in der heutigen “SZ” auf den Punkt: “Wozu aber muss ein Mensch, der weder bedroht ist noch dienstlich eine Waffe benötigt, daheim eine Sammlung von Glock-Selbstladepistolen und großkalibrigen Gewehren haben? Für keinen erkennbaren Zweck, zumindest für keinen vernünftigen.” Wenigstens nehmen die Grünen keine Rücksicht auf das Wählerpotential der 1,6 Millionen (!) …

Die Grenzen des Antitheismus

“Gott ist tot!” (Nietzsche) – “Nietzsche ist tot!” (Gott) Wenn ein erwachsener Mensch, aus welchen psychischen, geistigen oder kulturellen Entwicklungsbedingungen auch immer, einen persönlichen Gott, eine religiöse Tradition, einen Fetisch, das Spaghetti-Monster, den materialistischen Naturalismus oder dergleichen als Tröster oder Sinnstifter für sich selbst annimmt und sich also vor der existenziellen Absurdität (Camus) mit Glauben…

Vatikanische Verschwörungstheorie

Papst Benedikt

Wenn’s im Vatikan mal nicht so läuft, wie man das als hochrangiger Gläubiger dank mühselig absolvierter Gebetsstunden vom Lieben Gott erwarten könnte, muss irgendeine Teufelei, sprich infame Verschwörung, die heiligen Angelegenheiten hintertrieben haben.  Die christliche Teufelsmythologie ist die Blaupause sämtlicher Verschwörungstheorien, in denen alles Böse auf eine eindeutige,  identifizierbare Quelle zurückgeführt wird ““ ob bei…