Experimentelle Philosophie, Teil II

Wenn Gott nicht grad puzzelt, dann würfelt er wahrscheinlich und so kann die Rolle der Würfel in der Geschichte der Philosophie als Instrument zur Verdeutlichung mystischen und transzendenten Erlebens kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Immerhin hat sie der Klügste aller Sterblichen, Palamedes, einst als Weisheitsgabe aus Athene’s Hand zu den alten Griechen gebracht.
Doch nicht nur die Denker der Griechen, Germanen und Römer orientierten sich am “alea jacta”, auch Rousseau und Giacomo Casanova ließen sich von deren Zahlenbildern zu ausgedehnten Reisen inspirieren und der Franzose Pierre-Simon Laplace veredelte seine mathematischen Forschungen mit ihrer Zahlenmagie.
Dem findigen Husserl galten die nichtsichtbaren Würfelaugen als Symbole für die “Transzendenz in der Immanenz” und nun demonstriert der Deutsche Dennis Schleussner gar die Überwindung des physikalischen Determinismus durch die Willensfreiheit. Er ist amtierender Weltmeister im ‘Dice Stacking’, zeigt aber auch am Jo-Jo ungeahnte Erweiterungen der Gravitationsgesetze auf.

 

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