War Jesus ein Buddhisten-Schüler?

Fake, Verschwörungstheorie oder Glaubensrevolution? Immer wieder wird an dem Gerücht geköchelt, Jesus von Nazareth sei in der Zeit, in der er in der Bibel keine Erwähnung findet, in Indien und Tibet gewesen. Und auch nach seiner vermeintlichen Kreuzigung im unbewachten Grab aufgewacht und einfach ausgebüchst – zurück in den Goldenen Osten.

Viele Freizeitforscher und publicity-beflissenene “Wissenschaftler” schließen aus Reiseberichten, dass im Himalaya tatsächlich ein blonder (!) Langhaar- und Bart-tragender Wanderprediger aus Palästina als “Issa” bekannt sei und gar buddhistisches Gedankengut in seine monotheistische Lehre übernommen hätte. Dummerweise seien die beweismassigen Originaltexte aus dem 2. Jahrhundert in einem buddhistischen Kloster im Gebirge Ladakhs eingelagert, zu dessen Bibliothek nur ein alter Mönch Zugang habe, der aber nur alle 5 Jahre den beschwerlichen Weg dorthin auf sich nehme und eine Terminabsprache mit ihm halt irgendwie nicht möglich sei. Verschwörungstheoretiker gehen allerdings davon aus, dass sich der Vatikan in einer Geheimaktion Ende des 19. Jahrhunderts der blasphemischen Dokumente bemächtigt habe, nachdem ein russischer Offizier namens Nikolai Notawitsch diese bei einer “Forschungsreise” gefunden habe (offenbar des ‘Sanskrit’ mächtig…).

Jetzt ist in Kashmir auch noch ein unbekanntes Grab ausgebuddelt worden, das dem Nazarener zugeordnet wird – leider ohne verwertbare DNA-Spuren, aber für eine einträgliche Pilgerstätte braucht’s die ja bekanntlich nicht ;-)
Der “Discovery-Channel” hat dem Thema eine Doku gewidmet, die in einer Art Endlosschleife immer wieder in den “Kulturkanälen” rotiert (gestern bei “Phoenix”) und recht amüsant anzusehen ist. Noch ein paar (ernstgemeinte) Zusatz-Infos zum Filmchen findet ihr vorab hier bei 3sat.

wf