Texterl zum Tage


Je planmäßiger der Mensch vorgeht, um so wirkungsvoller trifft ihn der Zufall.

Friedrich Dürrenmatt

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Neue Strassenverkehrsordnung berücksichtigt Minderheiten

© wf

Die Schwammerlrezepte des schachspielenden Zen-Buddhisten und Fluxianers John Cage

John Cage

Das Komponieren nach Pilzen(1) ist nicht ganz ungefährlich, vor allem wenn der ausführende Musiker am Ende des Stücks das währenddessen gebackene Schwammerl als Teil der Performance aufessen muss. So hatte der Pianist David Tudor beim Zubereiten einer solchen Cage-Kompositions-Rezeptur einmal das Pech, in Ermangelung eines kompetenten Pilzberaters einen halluzinogenen Giftling zu erwischen. […]

Schach fördert vernetztes und strukturiertes Denken

„Mein Kopf kommt nicht mehr mit!“ jammert Frank Schirrmacher im Spiegel-Essay und beklagt in seinem soeben erschienenen Buch „Payback“, dass er sich von der medialen Informationsüberflutung des Computerzeitalters und den modernen Anforderungen des Multitasking völlig überfordert fühle – dabei sollte er als Mitherausgeber der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ doch eigentlich zwischen Wichtigem und Unwichtigem unterscheiden können, […]

Der Soundtrack für Schachfreaks

Erstaunlich hohe Einschaltquoten erzielt das BBC Symphony Orchestra jedesmal, wenn es im hauseigenen Radiosender das Stückerl 4’33“ von John Cage (1912-1992) live spielt. Immerhin zählt es zu den Schlüsselwerken der Neuen Musik und Cage gilt nicht nur als einer der weltweit einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, sondern auch als Impulsgeber für intellektuelle Abstraktionen in der […]

mens sana in corpore sano

Die Schachweltmeister Kasparov und Karpov taten’s mit Tennis, der fast 80-jährige Victor Kortschnoi schlägt als Ausdauerschwimmer immer noch eine scharfe Klinge auf Großmeisterturnieren – der Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und geistiger Leistungsfähigkeit ist seit langem, ja schon seit der Antike bekannt und spätestens mit dem Naturfreak und Langstreckenwanderer Rousseau sogar in der Philosophie angekommen.

Neu […]

Törichtes Genie

Natürlich war er für uns Schachnovizen ein Held und Vorbild, damals im ‚Kalten Krieg‘, als er 1972 gegen den „bösen“ Russen Boris Spasski mit genialischer Spielweise das „Match des Jahrhunderts“ gewann: Ein einsamer Wolf, unangepasst, arrogant, schon als Jüngling ein Mythos. Man verzieh ihm anfangs sogar die Allüren, nicht mehr gegen die normalsterblichen „Patzer“ antreten […]