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	<title>Kommentare zu: Gleiche Menschenrechte für Alle - Kulturimperialismus oder politisch durchsetzbarer Universalitätsanspruch?</title>
	<link>http://oxnzeam.de/2010/07/21/gleiche-menschenrechte-fur-alle-kulturimperialismus-oder-politisch-durchsetzbarer-universalitatsanspruch/</link>
	<description>Notizen, Essays &#038; Reflexionen zu Kultur, Medien, Literatur und Gegenwartsphilosophie</description>
	<pubDate>Tue, 22 May 2012 20:50:54 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Von: Hamed Ónytjungur</title>
		<link>http://oxnzeam.de/2010/07/21/gleiche-menschenrechte-fur-alle-kulturimperialismus-oder-politisch-durchsetzbarer-universalitatsanspruch/#comment-56682</link>
		<author>Hamed Ónytjungur</author>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 21:39:22 +0000</pubDate>
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		<description>Wie wäre dieser Artikel einzuordnen, wenn die Philosophie mit einer Entkräftung der Angst beginnen müsse? 

Was wurde seit der Aufklärung nicht schon alles als Banner dem eloquenten Wortschwall vorangestellt, die Waffe dabei sorgsam hinter dem Rücken versteckend: Nächstenliebe, Wohlstand, Ordnung, und nun: Menschenrechte. 
Das gewünschte Ergebnis zeichnet den arabischen Raum: handverlesene Milliardäre, Millionen von Toten und Vertriebenen, als Ergebnis des Siegeszugs „universalistischer Rechtsmoral“.

Den Resten des Exports westlicher Ideologien in den arabischen Raum steht nun seit Anfang dieses Jahres Volk gegenüber, welches die Tage von mit 98 % der Stimmen errungenen Wahlsiege anzählt, den arabischen Gesprächspartnern westlicher Menschenrechtlern damit die längst notwendig gewordenen Quittungen ausstellt, und damit den westlichen Menschrechtlern gleich mit. Die Despotien stehen schon bereit, die Früchte des Volkes zu ernten, die Despotien des Westens in Form ihrer Heuchler, und die Despotien des arabischen Raums in Form ihrer als „Islam“ verkauften Inquisition. 

Liegen doch längst schon Ergebnisse tatsächlichen, aber immer noch einseitig betriebenen interkulturellen Dialogs auf Menschenrechtlers Tischen, von westlichen Politikern weggewischt, von Medien unterschlagen, von publizierten wissenschaftlichen Texten nicht einmal in Fußnoten aufgenommen. Gemeint ist damit nicht jene Menschenrechtserklärung jener Traditionalisten, welche sich in Ermangelung einer geistigen Auseinandersetzung mit ihrem Buch immer noch auf das alte jüdische Strafgesetz namens Scharia stützen müssen, und nun so tun, als wäre diese ihre verabschiedete Erklärung als die für den Islam zu geltende Menschenrechtserklärung, allein schon deswegen, weil sie sich als solche gerieren möchte.   
Wie Menschenrechte bzw. deren Umsetzung als anwandte „universalistische Rechtsmoral“ ausgesehen hätte, wäre z. B. aus den ignorierten Ausarbeitungen der Wissenschaftler Asli Ü. Bâli und Ziad Abu-Rish im  Vorfeld des bis heute andauernden Krieges der Stämme in Libyen ersichtlich gewesen. Siehe
http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2011/03/201132093458329910.html

Dass das im Artikel geforderte „interkulturelle Gespräch“ von Menschenrechtlern gar nicht gewünscht wird, zeigt der seit 2003 vom Staub der EU-Kommission bedeckte „Dialogue Between Peoples and Cultures in the Euro-Mediterranean Area“ der High-Level Advisory Group :

http://www.iemed.org/documents/lindhgroupen.pdf

Der Artikel ist daher als das einzuordnen, was er vor dem Hintergrund der Wirklichkeiten ist: nur ein Nachruf. Hieß es nicht einmal, dass Philosophen den Dingen voranschreiten?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie wäre dieser Artikel einzuordnen, wenn die Philosophie mit einer Entkräftung der Angst beginnen müsse? </p>
<p>Was wurde seit der Aufklärung nicht schon alles als Banner dem eloquenten Wortschwall vorangestellt, die Waffe dabei sorgsam hinter dem Rücken versteckend: Nächstenliebe, Wohlstand, Ordnung, und nun: Menschenrechte.<br />
Das gewünschte Ergebnis zeichnet den arabischen Raum: handverlesene Milliardäre, Millionen von Toten und Vertriebenen, als Ergebnis des Siegeszugs „universalistischer Rechtsmoral“.</p>
<p>Den Resten des Exports westlicher Ideologien in den arabischen Raum steht nun seit Anfang dieses Jahres Volk gegenüber, welches die Tage von mit 98 % der Stimmen errungenen Wahlsiege anzählt, den arabischen Gesprächspartnern westlicher Menschenrechtlern damit die längst notwendig gewordenen Quittungen ausstellt, und damit den westlichen Menschrechtlern gleich mit. Die Despotien stehen schon bereit, die Früchte des Volkes zu ernten, die Despotien des Westens in Form ihrer Heuchler, und die Despotien des arabischen Raums in Form ihrer als „Islam“ verkauften Inquisition. </p>
<p>Liegen doch längst schon Ergebnisse tatsächlichen, aber immer noch einseitig betriebenen interkulturellen Dialogs auf Menschenrechtlers Tischen, von westlichen Politikern weggewischt, von Medien unterschlagen, von publizierten wissenschaftlichen Texten nicht einmal in Fußnoten aufgenommen. Gemeint ist damit nicht jene Menschenrechtserklärung jener Traditionalisten, welche sich in Ermangelung einer geistigen Auseinandersetzung mit ihrem Buch immer noch auf das alte jüdische Strafgesetz namens Scharia stützen müssen, und nun so tun, als wäre diese ihre verabschiedete Erklärung als die für den Islam zu geltende Menschenrechtserklärung, allein schon deswegen, weil sie sich als solche gerieren möchte.<br />
Wie Menschenrechte bzw. deren Umsetzung als anwandte „universalistische Rechtsmoral“ ausgesehen hätte, wäre z. B. aus den ignorierten Ausarbeitungen der Wissenschaftler Asli Ü. Bâli und Ziad Abu-Rish im  Vorfeld des bis heute andauernden Krieges der Stämme in Libyen ersichtlich gewesen. Siehe<br />
<a href="http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2011/03/201132093458329910.html" rel="nofollow"></a><a href='http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2011/03/201132093458329910.html'>http://english.aljazeera.net/indepth/opinion/2011/03/201132093458329910.html</a></p>
<p>Dass das im Artikel geforderte „interkulturelle Gespräch“ von Menschenrechtlern gar nicht gewünscht wird, zeigt der seit 2003 vom Staub der EU-Kommission bedeckte „Dialogue Between Peoples and Cultures in the Euro-Mediterranean Area“ der High-Level Advisory Group :</p>
<p><a href="http://www.iemed.org/documents/lindhgroupen.pdf" rel="nofollow"></a><a href='http://www.iemed.org/documents/lindhgroupen.pdf'>http://www.iemed.org/documents/lindhgroupen.pdf</a></p>
<p>Der Artikel ist daher als das einzuordnen, was er vor dem Hintergrund der Wirklichkeiten ist: nur ein Nachruf. Hieß es nicht einmal, dass Philosophen den Dingen voranschreiten?</p>
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		<title>Von: Karl</title>
		<link>http://oxnzeam.de/2010/07/21/gleiche-menschenrechte-fur-alle-kulturimperialismus-oder-politisch-durchsetzbarer-universalitatsanspruch/#comment-18797</link>
		<author>Karl</author>
		<pubDate>Sun, 25 Jul 2010 20:59:18 +0000</pubDate>
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		<description>Das klingt alles gut und schön (ein wenig nach Habermas) und leuchtet in der Theorie auch ein. Aber in der praktischen Umsetzung lässt sich der Diskurs nicht Richtung Maximalforderung Menschenrechte führen, weil sonst gleich in manchen Ländern die Ohren zuklappen. Das geht nur über die Schritte, kleine Zugeständnisse zu fordern oder zu erbetteln (vermittels wirtschaftlicher Köderung).
Die Menschenrechte werden ja sogar mitten in Deutschland, in unseren migratösen Parallelgesellschaften missachtet. Sogar da fehlt der Solidargemeinschaft die Macht zu  handlungsleitenden Einsichten bei diesen Gruppen mit anderen Rechts- und Moralvorstellungen (die denen aber als naturgegeben oder als religiöse Gesetze notwendig erscheinen).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das klingt alles gut und schön (ein wenig nach Habermas) und leuchtet in der Theorie auch ein. Aber in der praktischen Umsetzung lässt sich der Diskurs nicht Richtung Maximalforderung Menschenrechte führen, weil sonst gleich in manchen Ländern die Ohren zuklappen. Das geht nur über die Schritte, kleine Zugeständnisse zu fordern oder zu erbetteln (vermittels wirtschaftlicher Köderung).<br />
Die Menschenrechte werden ja sogar mitten in Deutschland, in unseren migratösen Parallelgesellschaften missachtet. Sogar da fehlt der Solidargemeinschaft die Macht zu  handlungsleitenden Einsichten bei diesen Gruppen mit anderen Rechts- und Moralvorstellungen (die denen aber als naturgegeben oder als religiöse Gesetze notwendig erscheinen).</p>
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