Texterl zum Tage

Wer oft genug ans Hohle klopft, der schenkt der Leere ein Geräusch.

Jochen Malmsheimer


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Die Vermessung der Literatur in Klagenfurt

In Klagenfurt ereignet sich dieser Tage wieder der alljährliche „Bewerb“ um den Ingeborg-Bachmann-Preis, der sich trotz der scheinbar altbackenen Inszenierung (selbstlesender Autor am Tisch mit Wasserglas) jedes Jahr höherer Einschaltquoten erfreut und dem wichtighubernden Geraune der literarischen Feuilletons einen Jahreshöhepunkt beschert.

logo bachmannpreis Kathrin Passig, 2006 selber Bachmannpreis-Gewinnerin, kennt den Laden und die Szene ganz gut und hat sich in einem Essay als Vorwort zu Angela Leinens GebrauchsanweisungWie man den Bachmannpreis gewinntdarüber lustig ein paar Gedanken gemacht und resümiert:
„Diese fehleranfällige, alberne, tapfere, manchmal fruchtbare und regelmäßig scheiternde Auseinandersetzung mit Texten ist die beste Literaturkritik, die wir haben.“

Die „ZEIT“ hat Passigs Insider-Diagnose heute nochmal publiziert: „Die Vermessung der Literatur“

(Die diesjährige Eröffnungsrede in Klagenfurt hielt übrigens die 1998er-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff – Titel „Über die Niederlage“)


  • Update II:  Einen ziemlichen Verriss des diesjährigen Bewerbs („Schwache Texte, eine temperamentlose Jury und teils bizarre Auftritte“)  hat Christoph Schröder in der ZEIT losgelassen: „Tiefpunkt folgt auf Tiefpunkt“

wf

2 comments to Die Vermessung der Literatur in Klagenfurt

  • Meyer mit "y"

    Verrisse dieses Bewerbs gehören offenbar zum guten Feuille-Ton, aber auch wenn berechtigt, sollte zumindest die ZEIT ihre Leser nicht mit so einer halbgaren Polemik abspeisen, da wär für einen (guten) Literaturkritiker mehr Stoff drin gewesen

  • wf

    @meyer: auch die ZEIT stellt halt so langsam auf Tonfall und Format der Blogger um ;-)

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